Lissy

lissy   :   28.07.97 – 15.11.00          gewicht : 32 kg       Größe :  60,5 cm

Zwingername: Eloise of White Ivory

Vater   : Bartok – Bela of White Ivory

Mutter: Ariadne of White Ivory

1.Tag Zuhause bei uns 17.10.97
11 wochen alt
  und erwachsen 

Einige Zeit nach Arco`s Tod holten wir bei einer bekannten Züchterin aus Bonn die 11 wöchige Hündin Lissy. Nachdem uns Frau Schneider ihre Hunde vorgestellt hatte wie Bela, Chelsea, Dublin, Begum ,Lissy`s Mutter und nicht zu vergessen den unerreichten Admiral (Bärchen), nahmen wir die kleine Maus mit. Meine Güte hatte die Kleine Ohren , wie eine Fledermaus.
Sie war eine liebe Maus unsere“ Motorbiene“ zu uns und zu denen die SIE mochte sonst war sie eine richtige Giftspritze und eine Zicke ! Sie hatte es gern wenn ich ihr die Zähne putzte aber bitte mit der elek. Zahnbürste , sie zog dann schon ihre Leftzen hoch damit es besser ging. Sie ging auch gerne mit in den Hobbymarkt , die Kannichen zählen. Sie lief dann wie ein Zirkuspferd durch die Gänge und sie vermittelte den Eindruck als gäbe es keinen netteren und freundlicheren Hund als sie. Alles nur Show !
Sie hat eine gute Ausbildung genossen und das zeigte sie auch gerne bei solchen Gelegenheiten wie Hobbymarkt oder Weihnachtsmarkt usw. Wenn ich allerdings mit ihr allein unterwegs war , durfte mich noch nicht mal jemand nach dem Weg fragen – dem wurde unmissverständlich klar gemacht , das Lissy hier auf mich aufpasst !!
Leider hat auch sie uns zu früh verlassen !
 

Sie hatte am 1 Tag als wir sie holten schon 2-3 Pickelchen auf der Bauchseite , aber da wir ja sowieso nächsten Tag zum T-arzt mußten zwecks Vorstellung, behielten wir erstmal Ruhe. Beim T-arzt sagte Dr. Josten sofort „ob das wohl eine Allergie ist“?
Sie bekam Biotin und etwas gegen den Juckreiz. Prima ! Es half erstmal.

Das Frühjahr näherte sich und Lissy`s Allergie entwickelte sich jetzt erst richtig. Zu allem Übel schloß unser T-arzt Dr. Josten auch noch seine Praxis. Das auch noch !
Wir suchten nun eine T-arzt Praxis auf in Dedenbach ca. 20 Min. Fahrtweg.
Lissy mochte die beiden Ärztinnen und wir auch. Wir ließen einen Allergietest machen und als der Befund zurück kam ---- Katastrophe !!! Sie hatte auf alles reagiert was mit Gräsern , Pilzsporen und Herbstgrasmilben und noch einiges mehr zutun hatte.
Wir machten eine Therapie mit ihr zur Desensibilisierung, sie bekam jeden Tag eine Spritze und wir hatten Glück , es half !

Von ihren Eltern konnte sie die Allergie nicht geerbt haben denn Frau Schneider sagte uns das sie ihre Hunde schon vor etlicher Zeit hat testen lassen und die Befunde waren negativ.
Als die Spritzen nicht mehr gegeben werden mußten , kaufte ich mir ein Buch über Homöopathie für Hunde und ich fand auch was . Wir bekamen es in den Griff .
Es kam der Frühsommer und Lissy bekam ihre erste Hitze und weil wir sie nicht in der Zucht einsetzen wollten und aus unserer Sicht auch nicht durfte (Allergie) ließen wir sie kastrieren. Die OP hat sie gut überstanden sie war ein vorbildlicher Patient .
Das sollte nicht alles gewesen sein das Pech verfolgte sie und uns weiter.
Eines Tages sprang sie nicht mehr ins Auto und sie schrie plötzlich als sie die Treppe raufgehen wollte. Also , ab zum T-arzt. Sie wurde geröngt . Der Befund lautete Spondylose . Und das mit 2 Jahren. Ihre Hüfte schien aber in Ordnung zu sein. Sie bekam Schmerzmittel. Ich suchte mir was aus dem schlauen Buch heraus und fand auch ein tolles Mittelchen Vermiculite D 6 . 3 X tgl. verabreichte ich ihr das und was soll ich sagen nach einiger Zeit lief und sprang sie wieder . Sobald sich nur das kleinste Anzeichen einer Verschlechterung zeigte bekam sie das Mittel wieder. So, das hatten wir auch im Griff.
Am St. Martinstag abends stand sie von der Couch auf und ich bemerkte einen nassen Fleck , ups , sie konnte ihren Urin nicht mehr halten und am Sonntagmorgen beim Gassigehen hatte sie keine Lust zu gehen oder sonst was , sie schritt ganz langsam neben uns her. Also alle einladen und ab zum T-arzt.
Die T-ärztin stellte fest das ihr Herz raste wie verrückt und sie nahm auch gleich Blut ab
Der Befund war nicht gut . Sie bekam Infusionen morgens und abends , Montag, Dienstag und Mittwoch. Am Dienstag war der Befund von der neuen Blutuntersuchung wieder fast normal. Aber es ging ihr nicht gut . Am Mittwochabend sind wir wieder zur Infusion gefahren und wir legten sie auf den Behandlungstisch ihre Liebings T-ärztin Fr.Dr. Frentzen strich ihr noch übers Fell , Lissy holte nochmal tief Luft und dann war auch sie für immer in den Hundehimmel gegangen. Unseren jungen Rüden Nero hatten wir zu jedem Termin mitgenommen und er wartete geduldig bis wir wiederkamen , aber heute Abend war alles anders er bellte und weinte wie ein allein gelassener Wolf. Er hat alles schon gespürt und hat so seinen Abschied von Lissy genommen. Dr. Frentzen bat uns Lissy zur speziellen Untersuchung in ein Labor schicken zu dürfen. Wir stimmten zu , schon allein aus dem Grund wir wollten wissen WARUM !
Nach einigen Tagen fuhren wir zur Praxis und man erklärte uns was los war. Ihre Lungenbläschen waren geplatzt und so befand sich in der Lunge Blut . Vereinfacht ausgedrückt wurde sie auf ihre eigenen Körperzellen allergisch und hat sich so selbst zerstört. Zuerst haben alle an eine Vergiftung geglaubt aber das war auch aus Sicht des La
bors negativ. Man traut seinen Ohren nicht mehr wenn man so was gesagt bekommt und wir stellten uns die Frage wieso immer unsere Hunde ? !
Seit diesem Tag will Nero nichts mehr mit anderen Hunden zutun haben ..

Er und wir trauerten sehr lange um unsere Motorbiene.
Mein Appell an alle Hundezüchter , laßt nicht zu (jedenfalls nicht wissentlich)das mit kranken Hunden gezüchtet wird egal welches Wehwehchen es auch sein mag. Es gibt nämlich Menschen die ihre Hunde wirklich sehr lieben ! Und es würde den Hunden so manches Leid erspart ! Wäre Lissy in die Zucht gegangen hätte sie bestimmt die Veranlagung zur Allergie an ihre Welpen weitergegeben.
Der Tod von Lissy hat uns fast das Herz gebrochen.

Lissy und   
 Nero